19.04.2010: Jamaika-Koalition ist empört über rechtsradikale Äußerungen von Gilbert Radtke (SPD) 
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In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für öffentliche Ordnung, Sicherheit und Feuerwehr gab es schlimme verbale Entgleisungen des Ausschussmitgliedes Gilbert Radtke (SPD). Er diffamierte pauschal alle russlanddeutschen Familien, indem er unterstellte, dass ihre heranwachsenden Kinder Wodka und Bier schon vor dem Unterricht konsumieren würden und angetrunken in den Schulen erschienen. Mädchen würden missbraucht, wenn sie das nicht mitmachen. Diese Problematik nähme derzeit zu.

In dem Zusammenhang richtete er Vorwürfe gegen die Lagenser Hauptschulen. Konkrete Vorfälle konnte Radtke nicht benennen. Er berief sich auf Gerüchte. Auf Befragen von Herrn Radtke musste er zugeben, dass er vor etwa 10 Jahren von so einem Vorfall an einer Schule gehört habe.

Nun sollte Herr Radtke als ehemaliger Elternvertreter an einer Lagenser Hauptschule es besser wissen. Bei Verhaltensauffälligkeiten von Schülerinnen und Schülern kümmern sich gerade die Kolleginnen und Kollegen der angegriffenen Schulen sehr konsequent und intensiv um diese Jugendlichen. Es gibt ausgefeilte Erziehungskonzepte, eine intensive Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und die Unterstützung durch festangestellte Sozialarbeiterinnen in Vollzeit.

Die Fraktionsvorsitzenden Louis-Dieter Hempelmann (CDU), Martina Hannen (FDP) und Jürgen Rosenow (Bündnis 90/Die Grünen) sind empört über diese Äußerungen von Gilbert Radtke (SPD) und weisen sie entschieden zurück. Sie fordern Gilbert Radtke auf, diese unrichtigen und diffamierenden Äußerungen in Form einer schriftlichen öffentlichen Erklärung zurückzunehmen.

Erfolgt diese Richtigstellung nicht, fordern CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen Gilbert Radtke auf von seinem politischen Amt zurückzutreten.